Eingeschrieben in Kohlenstoff
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  Die Schöne Das Fortgehen Der Ort
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  Oberhalb der Solarsegel
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  Siliziumherz
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  Geschrumpftes Welthirn rätselt
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  Im Maul des großen Fisches
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  Die andere Nacht
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  Lautlos.Regenatem
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  Museum Erde. Magazin
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  Gedichtauswahl

Rosemarie Zens, Lesung „Die andere Nacht“, 11.10.2002
zusammen mit Klaus Damm, Bass, Sprache und Gesang, Galerie Tilly Börges, Bremerhaven

Hannelore Ahorn, Die Wirklichkeit in den Alltagswörtern, Nordseezeitung, 14.10.2002

Mehr dem Hören als dem Schauen galt die jüngste Veranstaltung der Galerie Tilly Börges in Bremerhaven: eine Lesung mit Gedichten und Kurzprosa der Schriftstellerin Rosemarie Zens wurde moderiert und mit Liedern garniert von Klaus Damm, dem beliebten Bassisten vom Stadttheater....

Tilly Börges hat Rosemarie Zens bei der Sommerakademie in Salzburg kennen gelernt. In den 60er Jahren fuhr Zens von Bremerhaven aus in die USA, wo sie in Berkeley an der Universität ihre Studien fortsetzte. Nach der Promotion in Literaturwissenschaften in München schlossen sich eine Ausbildung zur Psychoanalytikerin und die Gründung einer eigenen Praxis an. Gleichzeitig machte sie sich als Autorin in Literaturzeitschriften und mit Einzelbänden einen Namen.

Das Werk von Rosemarie Zens handelt vom Erkenntnishunger des Einzelnen, der sich der Welt mit wachsender Verantwortung stellen muß. Von Aufbruch und Reise sprach die von ihr gelesene Kurzprosa ihres Bandes „Aus dem Logbuch“. In ausgefeilten Sprachbildern breitet die Autorin darin ihre Innenwelt aus – ein fein gewirkter Kosmos aus Philosophie und Mythos, aus Klang und Bewegung.
Der Hörer wurde hereingenommen in sich verflechtende Erinnerungen, Ausblicke und Gleichnisse; geistesgeschichtliche Reminiszenzen von Seneca bis Horkheimer wirkten vertraut und wurden nicht belehrend abgehandelt. Zens spiegelt das Denken des modernen Menschen, seinen Zugriff auf die Welt, im Signalwert auch internationaler Sprachen, speziell des Englischen, wider – auf der Suche nach der wahren Wirklichkeit in den Wörtern des Alltags.

„Sprache ist desto kostbarer und vielsagender, je knapper man sie einsetzt“, sagt die Autorin und verweist auf die Philosophen der Frankfurter Schule. Die Kurzprosa führte zwangsläufig zu freier Lyrik: Klaus Damm las aus Zens’ Lyrik-Band „Lautlos. Regenatem“ Beispiele, die gerade in der starken Reduktion auf das Wesentliche auch Gefühl anklingen lassen. Dem leisen, innerlichen Dialog mit der Welt entsprach Klaus Damm angemessen mit nachdenklichem Vortrag....