→ Zwischen Erinnerung, Archiv und Algorithmen

In meiner fotografischen Arbeit geht es vor allem um die Verbindung von Geschichte und Biografie. Das mag an meinem beruflichen Hintergrund liegen, wofür mein Studium der Geschichte, Literatur und Psychoanalyse als Grundlage diente. Zunehmend bin ich bei meinen Tätigkeiten zu der Auffassung gelangt, dass wir gar nicht anders können, als in Bildern zu leben und zu denken…

 

→ Der Fotofilm – Die Idee einer vollendeten Zukunft

Traditionell steht die Fotografie als unbewegtes Bild für das Lebendige einer Bewegung, das in einem Augenblick eingefangen und zu Erinnerungen verdichtet wird. Im Gegensatz dazu steht der Film für die Organisation von Zeit durch die Wahrnehmung von Bewegung…

 

→ Moon Rabbit – The Chinese Journey

in: Rosemarie Zens, Moon Rabbit – The Chinese Journey, Heidelberg 2020

Zum ersten Mal reiste ich 1998 nach China, dort dann von Peking aus im Nordosten entlang des Gelben Flusses nach Kaschgar im Nordwesten des Landes. Drei weitere Aufenthalte folgten, zuletzt 2018…

 

→ As the Eye Wanders

in: Rosemarie Zens, As the Eye Wanders, Berlin 2017

Die Fotografie ist zu einer der universellsten aller Sprachen geworden. Viele Künstler, Philosophen und  Wissenschaftler aus Vergangenheit und Gegenwart sind sich darin einig, dass wir nur in Bildern leben und  denken können…

 

Nebelbänke und Mauerreste

in: Rosemarie Zens, The Sea Remembers, Heidelberg 2014

Anlass für die Reisen an meinen Geburtsort Bad Polzin/Połczyn Zdrój im heutigen Polen waren die Aufzeichnungen meiner Mutter von 1989 kurz nach dem Berliner Mauerfall über ihre Flucht mit mir im März 1945. Nach einigen Fahrten dorthin und zurück werden die Grenzen deutlich…

 

Landschaft und Geschichte

in: Rosemarie Zens, The Sea Remembers, Heidelberg 2014

Eine Landschaft lesen sagt Roland Barthes, heißt sie zunächst mit dem Körper und dem Gedächtnis wahrnehmen­ – mit dem Gedächtnis des Körpers … deshalb ist die Kindheit der beste Weg, um ein Land genau kennen zu lernen. Im Grunde gibt es nur ein Land: das Land der Kindheit…

 

Vom Mythos des Unterwegsseins

in: Rosemarie Zens, Journeying 66, Heidelberg 2012

Morgens, Tulsa, Oklahoma im August 2010. Mein 66. Geburtstag. Der Plan, einen Wagen zu mieten. Neben dem Lenkrad die Straßenkarte der Route 66, die ich 1966 in eben dieser Stadt kreuzte und im Greyhound Bus bis Santa Monica, CA, weiter bereiste. Die Straße existiert noch zum Teil, zum Teil ist sie als historische Route befahrbar oder wurde durch Interstate Highways ersetzt. Die Hoffnung, noch Spuren der Erinnerungen und des damaligen Lebensgefühls zu finden…